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Am Sonntagnachmittag ist es gegen 13 Uhr zu einem größeren Feuerwehreinsatz auf dem Gelände der Firma Hennemann gekommen. Bereits auf der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte war eine große, tiefschwarze Qualmwolke weithin sichtbar. Aufgrund der Lage und der starken Rauchentwicklung wurde die Alarmstufe unmittelbar erhöht. Zusätzlich wurde der Messzug des Kreises Minden-Lübbecke zur Einsatzstelle alarmiert.
Auf dem Firmengelände brannten rund 200 Kubikmeter Elektroschrott neben einer Halle. Das Feuer entwickelte eine enorme Hitze und sorgte für eine weithin sichtbare Rauchentwicklung. Durch den schnellen und umfangreichen Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzende Halle verhindert werden.
Zur Brandbekämpfung kamen mehrere Tanklöschfahrzeuge und Wasserwerfer zum Einsatz. Insgesamt waren sechs Tanklöschfahrzeuge aus dem gesamten Kreisgebiet eingebunden. Vier der Tanklöschfahrzeuge stellten im Pendelverkehr die kontinuierliche Wasserversorgung an der Einsatzstelle sicher.
Zusätzlich wurde der Wasserförderzug des Kreises zur Einsatzstelle alarmiert. Dieser musste letztlich jedoch nicht mehr eingesetzt werden. Zur Unterstützung der Einsatzleitung wurde der ELW 2 des Kreises nachalarmiert. Auch der Löschzug Rahden wurde zur Einsatzstelle gerufen. Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte an dem Einsatz beteiligt. Die komplette Feuerwehr Espelkamp war über mehrere Stunden in den Einsatz eingebunden.
Im weiteren Einsatzverlauf stellte sich heraus, dass sich unter der Dachhaut ebenfalls ein Brand befand. Mit einem Bagger wurde die Dachhaut geöffnet, um die darunterliegenden Glut- und Brandstellen, unter anderem im Bereich eines Aufenthaltsraumes der Firma, gezielt ablöschen zu können.
Ein besonderer Zufall sorgte bei diesem Einsatz für zusätzliche Unterstützung: Ein Besitzer eines Tanklöschfahrzeugs TLF 6000 befand sich auf einem Oldtimertreffen und bekam von dem größeren Brand in Espelkamp mit. Daraufhin machte er sich kurzerhand mit seinem Fahrzeug auf den Weg zur Einsatzstelle, um die Feuerwehr zu unterstützen. Die spontane Hilfe wurde von den Einsatzkräften dankbar angenommen. Das TLF 6000 konnte insbesondere bei der ersten Brandbekämpfung wertvolle Unterstützung leisten.

Auch zahlreiche weitere Organisationen und Einrichtungen waren vor Ort. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren unter anderem die Polizei, das Klärwerk, die Stadtwerke, der Kreisbrandmeister sowie dessen Stellvertreter an der Einsatzstelle eingebunden.
Da bei der Brandbekämpfung kontaminiertes Löschwasser anfiel, wurde die Firma Picker mit dem Abtransport des Löschwassers beauftragt. Nachdem der Rettungswagen des Kreises die Einsatzstelle verlassen hatte, übernahm das DRK die weitere rettungsdienstliche beziehungsweise sanitätsdienstliche Absicherung. Das DRK kümmerte sich darüber hinaus im Anschluss um die Verpflegung der eingesetzten Kräfte.
Die Mitarbeiter der Firma Hennemann unterstützten die Feuerwehr während des Einsatzes tatkräftig. Nach Abschluss der Löscharbeiten begannen sie bereits mit ersten Aufräum- und Nachbereitungsmaßnahmen auf dem Firmengelände.